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It's A Man's World It's A Man's World
Ausstellung
It's A Man's World
KLAUS VOM BRUCH, LAURA COTTINGHAM & LESLIE SINGER
Eröffnung
2 MAI 2000
Einführung
Roger M. Buergel, Wien, Laura Cottingham, New York City
Ausstellungsdauer
3 MAI – 1 JUL 2000
Text
IT’S A MAN'S WORLD
Klaus vom Bruch
Laura Cottingham und Leslie Singer

In der Ausstellung sind drei verschiedene Arbeitsgruppen Klaus vom Bruchs zu sehen:
"Militärisch-Industrieller Komplex", Version II, 1997/2000, 3-teilige Projektion.
Thematisiert und ironisiert wird die Beziehung der Geschlechter zueinander in mechanistischen Bewegungsabläufen auf der Suche des Menschen nach Identität.
"Tunnel Vision oder Männer und Frauen passen nicht zueinander":
"Der ewige Krieg", 2000, gipsgestrichenes Holzobjekt, 4 Monitore, 2 Video-Player
Holzskulptur in Kreuzform, deren Rechteckröhren Einblicke auf Videobilder lenken. Montagen aus farbigem Bildmaterial, das teils Kriegsdokumentationen, teils den Studios Hollywoods entnommen ist. In die Videos eingerechnet und digital montiert öffnen und schließen sich rhythmisch zwei Flügeltüren, die die Szenen einteilen. Es sind jene Türen, die zur Eröffnung der Ausstellung von der Propaganda-Kunst der Nationalsozialisten im Haus der Kunst in München 1938 aufgestoßen wurden.
"No!", 2000, Zoom-Objekt
Ironisch wird hier auf den Titel der Ausstellung "It's a Man's World" angespielt. Ein wiederholtes weibliches "Nein" zerstört Hoffnungen auf ein Glück von Dauer, verlassene Sinnbilder der Erwartungen und Träume, Männer in Ohnmacht.
"Female Loops", 5 verschiedene DVD’s auf Video, 1999/2000, Auflage: 5
Auf dem Monitor erscheinen Bilder malerischer Schönheiten, ideale Momente aus Technicolor-Filmen, die in ihrer Kürze der Wiederholung die Dauerhaftigkeit eines Gemäldes untersuchen. Durch die Anmutung verschiedener weiblicher Hollywood-Starporträts, einer minimalen Ausdrucksveränderung in der Videoschleife, wird der Betrachter zum Dialogpartner wie in einem filmischen Gegenschnitt.
Klaus vom Bruch, 1952 geboren in Köln, lebt in München. Professur für Medienkunst, Akademie der Bildenden Künste, München, www.kvb.com.

Laura Cottingham und Leslie Singer:
"The Anita Pallenberg Story", 77 min.
In Form einer kritischen Backstage-Satire stellen Personen aus der New Yorker Galerieszene die legendäre Rockgruppe Rolling Stones und ihren Anhang dar. Thema sind der Starkult, die rauschhaften Exzesse, der Machismo der Kultband, die hier ausschließlich von Frauen gespielt wird. Die Produktion von Männlichkeit wird zum androgynen Spiel, das nicht nur die sexuelle Hegemonie hinterfragt, sondern auch die zwischen Schwarz und Weiß, denn nicht zuletzt bediente sich der Rock 'n' Roll der vitalen Kultur der Schwarzen.
Der Film verwendet Techniken des veristischen Kinos, des Experimental- und narrativen Films, der Performancekunst, des Kunstvideos und dokumentiert und parodiert zugleich zentrale Aspekte des Künstlerlebens von heute. Neben narrativen Shots in New York zitiert "The Anita Pallenberg Story" Material von Rainer Werner Fassbinder, Jean-Luc Godard, Filme von Stones-Konzerten und Robert Frank, wobei die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, fiktionaler Geschichte und zeitgenössischer Realität, Popmusik und bildender Kunst verwischt werden.
Laura Cottingham ist Kunstkritikerin und Kuratorin, lebt in New York.
Leslie Singer ist Filmregisseurin, lebt in New York.
Die Entstehung von "The Anita Pallenberg Story" ist Schwerpunkt eines Web-Projekts in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Stuttgart "Love, Sex, Fame and the Life of the Image". www.kuenstlerhaus.de