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LUDWIG GOSEWITZ, KNOEBEL, LEMPERT, PENKER, 2014 LUDWIG GOSEWITZ, KNOEBEL, LEMPERT, PENKER, 2014
titel
LUDWIG GOSEWITZ
IMI KNOEBEL
JOCHEN LEMPERT
FERDINAND PENKER
Eröffnung
2. SEP, Einführung: Peter Pakesch, Intendant des Universalmuseums Joanneum, Graz
dauer
3. SEP - 27. SEP 2014
text
LUDWIG GOSEWITZ (1936 Naumburg/Saale – 2007 Bad Berka, Thüringen). Nach einem Musikstudium und Studien in deutscher Literatur und Philosophie widmete sich Ludwig Gosewitz der Konkreten Poesie und war Anfang der 60er Jahre Teilnehmer an Happenings, Fluxus und Aktionen u.a. mit Wolf Vostell und Thomas Schmit. Neben seiner intensiven Beschäftigung mit Astrologie beginnt Gosewitz mit Glasbläserei, die er in den Glashütten von Zwiesel und Pilchuck erlernt. Während seinem zeichnerischen Werk astrologische Konstellationen und Zahlenkombinatorik zugrunde liegen, entstehen die Glasobjekte experimentell, da sich ihre Formen im Prozess der Glasschmelze nicht vorherbestimmen lassen. Geradezu archaisch, manchmal rätselhaft, sind sie keiner realen Zweckbestimmung zugedacht. Ludwig Gosewitz nahm 1982 an der Documenta 7 und 1990 an der Biennale Venedig teil. In der Galerie wurden seine Arbeiten 1976 und 1987 in Einzelausstellungen gezeigt.

IMI KNOEBEL (1940 in Dessau geboren, lebt und arbeitet in Düsseldorf). Imi Knoebel erforscht alle dem Tafelbild inhärenten Eigenschaften wie Fläche, Format, Struktur und Bildkörper. Sein Ausgangspunkt sind Malewitsch und die radikale Gegenstandslosigkeit. Auf der Suche nach einer Neudefinition des Bildbegriffs entstehen Kompositionen aus Hartfaser oder Aluminium, neutrale industrielle Produkte als Träger für unvermischte reine Farben. Es sind Arbeiten, in denen sich die Konstruktion des Bildes konkretisiert, die Komposition sich artikuliert, die Farben sich mit singulärer Präsenz im Gesamtzusammenhang behaupten. „Das Ganze ist ein großes Farb- und Formereignis im Raum.“ (Max Wechsler) Imi Knoebel war 1972, 1977, 1982, 1987 Documenta-Teilnehmer, gegenwärtig bereitet er seine Personale im Kunstmuseum Wolfsburg vor (25.10.2014 - 15.02.2015). Wir zeigen Imi Knoebels Arbeiten kontinuierlich seit 1984.

JOCHEN LEMPERT (1958 in Moers geboren, lebt und arbeitet in Hamburg). Jochen Lempert studierte Biologie (Insektenkunde) und arbeitet seit den frühen 1990er Jahren als Fotograf. Flora und Fauna, letztlich alle Formen des Lebens, die er im Stadtraum oder in naturkundlichen Museen antrifft, sind das Thema seiner schwarz-weißen, analogen Aufnahmen. Handabgezogen auf Barytpapier, werden die Fotografien ungerahmt an der Wand gruppiert, es haftet ihnen ein erstaunlicher Objektcharakter und die Körperhaftigkeit eines antiquierten Mediums an. Die nach formalen Analogien oder anderen Ähnlichkeitskriterien geordneten Bildgruppen stehen in einem poetischen Assoziationsgefüge, das einer idealisierenden Naturfotografie deutlich Absage erteilt. Jochen Lemperts Arbeiten waren in internationalen Einzelausstellungen u.a. in der Städtischen Galerie Nordhorn (2014), der Hamburger Kunsthalle (2013), im Rochester Art Center, Minneapolis (2012), im Museum Ludwig, Köln (2010), und im Culturgest Lissabon (2009), zu sehen.

FERDINAND PENKER (1950 Klagenfurt – 2014 Weststeiermark). Ferdinand Penker studierte Medizin und Kunstgeschichte und nahm Ende der 1960er Jahre seine künstlerische Arbeit auf. Für seine Entwicklung waren Josef Albers, den er 1971 kennenlernt, zahlreiche Aufenthalte in New York, seine Jahre in San Francisco und die Auseinandersetzung mit der japanischen Kultur bedeutsam. Seine Auseinandersetzung mit Struktur und Ordnung, mit Form und Raum und den konstruktiven bildnerischen Elementen Linie und Farbe ließ Arbeiten in verschiedenen Feldern wie Malerei, Grafik, in skulpturalen und plastisch-architektonischen Assemblagen entstehen. Ferdinand Penker zählt zu den bedeutendsten österreichischen Vertretern einer analytischkonzeptuellen Kunst und bildet ein Gegengewicht zu der in Österreich prädominanten gestisch-abstrakten Malerei. Penkers konzentrierte, minimalistische, quasi meditative Werke kennzeichnet eine „besondere visuelle Sensibilität“ (Wilfried Skreiner).
 
Seite des Künstlers
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