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Ausstellung
KARIN SANDER  ZEIGEN. Eine Audiotour
Dauer
8 APR – 20 MAI 2006
Text
„Die Arbeit muss etwas zeigen und zugleich geheimnisvoll bleiben. Sie muss über sich selbst hinausgehen und etwas zeigen, was so vorher noch nicht sichtbar war. Das heißt, sie macht etwas sichtbar, was schon da ist, sich aber in einem Zustand befindet, der nicht wahrgenommen wird, in einem Zustand der Latenz. Wenn das dann Erstaunen auslöst und womöglich noch witzig ist, dann funktioniert die Arbeit.“ (Karin Sander in einem Gespräch mit Harald Welzer, 1.1.2002, www.karinsander.de)
 
Karin Sander ist bekannt für konzeptuell-pointierte Arbeiten wie Zeichnungen mit Büromaterialien, polierte Hühnereier, polierte Wandstücke, Patina-Bilder, figurative Plastiken von real existieren­den Personen im Maßstab 1:7,7… bzw. 1:10, wordsearch - a translinguistic sculpture u.v.m. Ihre Werke befinden sich im Museum of Modern Art, New York, im Metropolitain Museum, New York, im Hirshhorn Museum, Washington, im Museum of Modern Art, San Francisco, im National Museum, Osaka, in der Staatsgalerie, Stuttgart, im Museum Abteiberg, Mönchengladbach, im Kunstmuseum Stuttgart, im Kunstmuseum St. Gallen u. a.
 
Für ihr Projekt „Zeigen. Eine Audiotour“ bittet Karin Sander Künstlerinnen und Künstler der Galerie sowie KünstlerkollegInnen, Arbeiten zur Verfügung zu stellen. In den Ausstellungsräumen sind lediglich ihre Namen, versehen mit einer Nummer, an der Wand angebracht. Die Beiträge sind ausschließlich „hörbar“ und - entsprechend den jeweiligen Nummern - per Audioguide von den Besuchern abrufbar. „Man wird also eine poetische Installation sehen können, in der Menschen mit Kopfhörern auf den Ohren vor weißen Wänden stehen und Vorstellungsbilder von Kunst ent­wickeln, die nicht sichtbar ist, was keineswegs heißt, dass sie nicht da ist.“ (Harald Welzer, 2005)
 
„Sehen heißt nicht immer begreifen, aber wer hört, sieht Bilder, die sich mit der gegebenen Situation mischen. Zwar schallt eine Botschaft aus allen Stücken: dass ein Statement ein Objekt nicht ersetzen kann. Doch gleichzeitig verraten alle Beiträge: dass mit dem Akzeptieren der Spiel­regeln etwas abgegeben wird, das spricht und repräsentativ sein will. Auch die witzigsten Ausweichmanöver sind Gesten eines unverwechselbaren Charakters: Die Ausstellung ist die Versammlung ihrer akustischen Stellvertreter. Die ereignisgerecht präparierte weiße Zelle ergibt die Hohlform der lustvoll genossenen, gesellschaftlichen Wahrnehmung, die klingenden Zeichen der Teilnehmer bilden deren Fundament. Die Kunst liegt genau dazwischen!“ (Reinhard Ermen, 2005)
 
Als Katalog zur Ausstellung erscheint eine CD mit der Großzahl der Beiträge und einer Einführung von Angelika Nollert, Siemens Arts Program, München. Beteiligte Künstler: Adam Adach, John Armleder, Ingólfur Arnasson, Stephen Bambury, Sabine Boehl, Herbert Brandl, Ernst Caramelle, Alan Charlton, Heinrich Dunst, Helmut Federle, Rainer Ganahl, Franz Graf, Tumi Magnússon, Isa Melsheimer, Finnbogi Pétursson, Julius Popp, Reiner Ruthenbeck, Erik Steffensen, Jessica Stockholder, Günter Umberg, James Welling und Heimo Zobernig. Weitere an der Audiotour beteiligte Künstler: Polly Apfelbaum, John Baldessari, Reto Boller, Sylvie Fleury, Hamish Fulton, Katharina Grosse, Allan McCollum, Manfred Pernice, Julius Popp, Gerwald Rockenschaub, Adrian Schiess, Stefan Thiel and Lawrence Weiner.
 
Seite der Künstlerin