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Caitlin Lonegan
Caitlin Lonegan
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Made in LA, Gruppenausstellung,  Hammer Museum, Los Angeles, Kalifornien, 15 JUN – 7 SEP 2014
Foto © Frederik Nilsen
 


The Mark on the Wall, Einzelausstellung, ACME, Los Angeles, Kalifornien, 13 OKT – 10 NOV 2012
Foto ©  Robert Wedemeyer
 
Caitlin Lonegan
Geboren 1982 in Long Island, New York, lebt und arbeitet in Los Angeles, Kalifornien
 
Nach einem Studienaufenthalt 2002 am Paul Mellon Centre for British Art in London nahm Caitlin Lonegan 2004 am Residency Program der Yale/Norfolk Summer School of Art teil, und erhielt den Bachelor für Kunst und angewandte Physik an der Yale University, New Haven. 2010 graduierte sie zum M.F.A. an der University of California, Los Angeles.    
 
Caitlin Lonegans Malerei zeigt eine spezifische Art gestischer Abstraktion, die die heroischen Gesten des Abstrakten Expressionismus des vergangenen Jahrhunderts verweigert. Es gibt nichts Heroisches in ihrer Vorgangsweise: jedes Bild erscheint als eine langsam, über einen längeren Zeitraum gesetzte Ansammlung von Markierungen. Sie arbeitet an mehreren Leinwänden gleichzeitig, manche Bilder brauchen mehr als ein Jahr, um fertig zu werden. Dabei wandern die Leinwände im Studio vom Boden an die Wand und wieder zurück. Mit einem Grundvorrat an Farben, Leinsamenöl und Spiritus ausgerüstet, bedient Lonegan sich einiger traditioneller Techniken – wie Frottage, Schutzlackierung oder Prägung –, um die Oberflächen zu bearbeiten. Während diese Techniken gelegentlich Zufallseffekte hervorrufen, ist jede Malspur eine kalkulierte Geste, die Lonegan zuvor in kleinen Studien ausprobiert und dann verfeinert auf die größere Leinwand übersetzt. Im Gegenzug finden diese Studien Eingang in den Studio-Kreislauf und entwickeln sich zu fertigen Werken. Jede dieser Markierungen der Künstlerin hat eine Provenienz, die Leinwand zeigt deren individuelle Intentionen oder Materialverhalten hinsichtlich der Art, wie sie im Raum sich bewegt haben oder wie sie Licht reflektieren oder absorbieren.
 
Lonegans Distanzierung vom Abstrakten Expressionismus ist mehr als eine generationsbedingte Abkehr. Ganz bewusst verweigert sie jedem künstlerischen Programm die Gefolgschaft: „Es ist nicht interessant, wenn du weißt, wo der Künstler steht.“ So fehlt dem Betrachter angesichts ihrer Bilder der Boden. Mit ihren dunklen Farbtönen und den metallischen Reflexen sind die Bilder erdig und unergründlich tief. Das Auge irrt über die Leinwand, während es jede Markierung als das Ergebnis eines Pinselstrichs, einer Farbflut oder einer Sprayfarbe zu entziffern versucht. Diese Gesten schwanken, kollidieren und schlängeln sich in- und umeinander und erzeugen eine anschauliche Desorientierung. (Jen Hutton, Kat. Made in LA 2014, UCLA Hammer Museum)
 
Caitlin Lonegans Werke waren bislang vor allem in Kalifornien in diversen Gruppenausstellungen zu sehen wie zum Beispiel in der großen Überblicksausstellung „Made in LA 2014“ im UCLA Hammer Museum, Los Angeles. 2017 nahm sie Teil an der Ausstellung „Abstract Painting Now! Gerhard Richter, Katharina Grosse, Sean Scully“ in der Kunsthalle Krems. Lonegans Arbeiten befinden sich unter anderem im UCLA Hammer Museum, Los Angeles, in der Berezdivin Collection, Puerto Rico, der Sammlung Götz, München und der SoArt Sammlung, Wien.
 
Webseite der Künstlerin