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Jörg Sasse
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Serendipity – Vom Glück des Findens. Niklas Luhmann, Ulrich Rückriem, Jörg Sasse, Kunsthalle Bielefeld, 11 JUL – 11 OKT 2015
© VG Bild-Kunst, Bonn, Fotos © Kunsthalle Bielefeld
 
Jörg Sasse
Geboren 1962 in Bad Salzuflen, lebt und arbeitet in Bahnitz, Brandenburg
 
Jörg Sasse studierte von 1982 bis1987 Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterklasse  Bernd Becher, wo er anschließend bis 1989 einen Lehrauftrag innehatte. Nach verschiedenen Gastlektoraten  war er von 2003 bis 2007 Professor für Dokumentarfotografie an der Universität Duisburg-Essen, heute Folkwang Universität der Künste, Essen. Von 2010 bis 2011 war er Gastpfrofessor am Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaften, Universität Hildesheim.
             
Am Beginn von Jörg Sasses fotografischen Arbeiten in den 1980er Jahren stand das Interesse an Alltagskultur, Inneneinrichtungen, architektonischen Details bzw. Ausschnitten aus Schaufensterauslagen, die er zum Teil zu abstrakten Kompositionen von ikonischer Qualität ausarbeitete. Waren diese Stilleben noch selbstfotografiert, konzentrierte er sich ab den 1990er Jahren auf das digitale Bearbeiten von vorgefundenen Amateurfotografien, die er in Fotoalben auf Flohmärkten oder Nachlässen erwarb oder aus der Ausschussware in Fotolabors auswählte. Diese digitalisierten kleinformatigen Skizzen sind  Basis seiner großformatigen Tableaus, die er zum Teil stark verfremdet, indem er Perspektivwechsel einführt, Details wegretuschiert bzw. hinzufügt und eine gleichsam malerische Komponente einführt. Damit erzeugt er Irritation und den Eindruck von Unwirklichkeit. Neben den Tableaus entstehen seit 2009 die Serien Lost Memories, seit 2014 die Cotton Paintings.
 
Hatte Jörg Sasse seine Arbeiten, deren Titel aus zufällig generierten 4-stelligen Zahlen bestehen und keinerlei inhaltlichen Rückschlüsse zulassen, über 50 Kategorien wie „Abbilder“, „Abstrakt“, „Bewegung“, „Freizeit“, „Heile Welt“, „Versteckt“ oder „Zwischenräume“ zugeordnet, findet diese Systematisierung in seinen Speichern I – V, die er als dreidimensionale Objekte seit 2008 ausstellt, ihre adäquate Gestalt. Jeder Speicher ist gleichsam eine relationale Datenbank und enthält 512 Amateurfotografien, Unikate, je 22 x 30 cm, die aufgrund der zugehörigen Kategorien in einer Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten an die Wand gehängt werden können.
 
„Jörg Sasse, der sich als bildender Künstler sieht, der das Medium Fotografie für seine Arbeit nutzt, stellt in seinem konzeptuellen Umgang mit dem Bild die Frage nach dem Verhältnis zwischen Fotografie und Realität, nach der Konstruktion von Erinnerung und nach der Veränderbarkeit der Wirklichkeit durch die Fotografie. So sind alle digital vorgenommenen Veränderungen nicht als Manipulation des Urbildes zu sehen, sondern stehen für eine Weiterentwicklung der ursprünglichen Fotografie hin zu einem in Farben, Formen und Korrespondenzen eigenständigen, neuen Bild.“ (Harriet Zilch)
 
Ausgewählte Einzelausstellungen: Kunsthalle Gießen (2015), Kunsthalle Bielefeld (2015), House of Arts, Budweis (2015), Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main (2012), Museum Kunst Palast, Düsseldorf (2007), Kunstmuseum Bonn (2005),  Musée de Grenoble (2004), Portikus, Frankfurt/Main (1998), Kunsthalle Zürich (1997), Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris (1997)
 
Jörg Sasses Werke befinden sich in zahlreichen Museen wie dem Belvedere, Wien, dem Fotomuseum Winterthur, dem Salomon R. Guggenheim Museum, New York, dem Kunstmuseum Bonn, dem Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, dem MUMOK, Wien, dem Musée de Grenoble, dem Museum Folkwang, Essen, dem Museum Kunst Palast, Düsseldorf, dem Museum Ludwig, Köln, und anderen.
 
Webseite des Künstlers