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Jongsuk Yoon
Jongsuk Yoon
BILDER
AUSSTELLUNGEN
Gang San (River and Mountain), solo exhibition, Art Sonje Center, Seoul, South Korea, 23 JAN – 11 FEB 2018
Fotos © Nils Claus
 
JONGSUK YOON
Geboren 1965 in Onyang, Südkorea, lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Als Tochter eines Galeristen für traditionelle ostasiatische Tuschemalerei übersiedelte sie 1995 nach Europa und studierte 1996 an der Kunstakademie Münster, 1997-2001 an der Kunstakademie Düsseldorf, 2004-2005 absolvierte sie den Master-Studiengang am Chelsea College of Art in London. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. von der Kunststiftung NRW, Düsseldorf, dem DAAD Berliner Künstlerprogramm und dem Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (Reisestipendium London).

Die Malerei von Jongsuk Yoon wirkt auf den ersten Blick einer abstrakt-expressiven Tradition verpflichtet. Tatsächlich ist Jongsuk Yoon durch ihr Studium an den Kunstakademien in Münster und Düsseldorf mit den Paradigmen der euro-amerikanischen Moderne vertraut. Gleichzeitig ist sie jedoch geprägt von der Tradition ihres Herkunftslandes, geprägt von asiatischem Formempfinden vor allem hinsichtlich der Landschaftsmalerei und ihrer flächigen Darstellung. Yoons Gemälde entstehen im Prozess, der von Meditation und Konzentration geleitet ist. Ihre gedämpfte Farbigkeit sowie häufige Perspektivwechsel in angedeuteten Landschaftselementen und kalligrafisch anmutenden Gesten halten westliche und ostasiatische Mal-tradition in der Schwebe, ohne dass sie einander vereinnahmen. Trotz aller malerischen Bewegung ist eine große Langsamkeit spürbar, etwas Stilles und Überpersönliches, das jegliches Drama vermeidet, und offen bleibt für Unvorhergesehenes. Yoon beschreibt den Malprozess als eine Art „Kommunikation zwischen dem Bild und mir… Ideen, Gedanken formulieren sich beim Arbeiten und äußern sich auf der Leinwand. Ich habe das fertige Bild nicht im Kopf. In gewisser Weise sagt es selbst, was zu tun ist…“ In diesem Prozess als „Beziehungsgeflecht“ entstehen Gemälde, die voll Poesie zwischen disparaten Welten schweben und als „Mind Landscapes“ (so der Titel ihrer Personale 2017 im Museum Kurhaus Kleve) zu Bildmetaphern zwischen Traum und Realität werden.

Ausgewählte Einzelausstellungen: Museum Kurhaus Kleve (2017), Osthaus Museum, Hagen, Kunstverein Lippstadt und Parkhaus im Malkastenpark, Düsseldorf (2015), Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf (2012), Städtische Galerie Iserlohn (2004), Kunstverein Heidelberg (2004), iaab Merian Stiftung, Basel (2004). 2018 sind im  Art Sonje Center, Seoul, Wandmalereien entstanden.
Ausgewählte Gruppenausstellungen: Das Glück der Erde, Sprengel Museum Hannover (2017), Idealism and Irony, Gyeonggi Museum of Modern Art, Ansan, Südkorea (2017), Perron-Kunstpreis, Kunsthaus Frankenthal (2016), Über Schönheit, Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2005), Ernst Schering Foundation Art Award, Berlinische Galerie, Berlin (2005), A Grain of Dust A Drop of Water, 5th Gwangju Biennale, Gwangju (2004), 1+3+4, iaab Merian Stiftung, Basel (2004), The Beauty, Sungkok Art Museum, Seoul (2003), UBS Artaward, UBS Bank, Frankfurt/Main (2001).
Ihre Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen wie dem Museum Kunstpalast, Düsseldorf, der Zabludowicz Collection, London, dem Sprengel Museum Hannover, dem Museum Ostwall, Dortmund.
 
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