Zur Eröffnung der Ausstellung Ernst Caramelle. Denkfiguren lädt das Museum der Moderne Salzburg herzlich ins Generali Foundation Studienzentrum im Rupertinum ein.
Der Künstler zählt zu den bedeutendsten Vertretern der österreichischen Konzeptkunst. Die Ausstellung widmet sich seinem langjährigen künstlerischen Umgang mit dem Medium Buch und stellt diesem die frühe Fotoserie Video-Landschaften (1974) gegenüber. Im Zentrum stehen Fragen nach Wahrnehmung, Bildproduktion und dem Verhältnis von Idee, Medium und Realität.
Ernst Caramelle (1952 Hall in Tirol, AT – Frankfurt am Main, DE und New York, US) zählt zu den prägenden Stimmen der österreichischen Konzeptkunst. In seinem vielschichtigen Werk steht nicht das Objekt im Zentrum, sondern die Idee – die sich in unterschiedlichen Medien manifestiert: als Zeichnung, Wandarbeit, Video oder Künstlerbuch. Seit 1973 nutzt Caramelle das Künstlerbuch als eigenständiges künstlerisches Medium: als Raum der Reflexion über Original und Reproduktion, Bild und Text, Idee und Ausführung.
Die Studienausstellung konzentriert sich auf diese kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Medium Buch und stellt ihr Caramelles frühe Fotoserie Video-Landschaften (1974) gegenüber. In dieser Serie werden Videobilder so in den Raum integriert, dass sie mit ihrer Umgebung verschmelzen – und die Grenze zwischen medialer Konstruktion und physischer Realität irritieren. Beide Werkgruppen behandeln zentrale Fragestellungen zur Wahrnehmung, Bildproduktion und medialen Repräsentation – im Spannungsfeld von Idee, Medium und Realität.
Eine begleitende Lese- und Medienlounge lädt zur vertieften Auseinandersetzung ein. Sie bietet zu allen Ausstellungen am Haus ausgewählte Literatur aus den Bibliotheken des Museums und der Generali Foundation sowie Zugang zur Mediathek mit rund 500 Filmen und Videos.